...meine Leidenschaft

"Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt."Arabisches Sprichwort

Frankfurter Buchmesse 2010



"Welchen Leser ich wünsche? Den unbefangensten, der mich, sich 
und die Welt vergißt, und in dem Buche nur lebt."
- Johann Wolfgang von Goethe

Ich weiß noch genau, wie meine Mutter früher immer die Krise bekam, wenn sie mich zehn Mal zum Essen rief und ich nicht antwortete, weil ich so vertieft war in eins meiner Bücher. 
Ich war ziemlich traurig, dass sie deswegen wütend wurde, weil ich dachte, sie müsste doch eigentlich stolz sein, dass ich so viel lese und nicht wie andere Kinder Fernseher schaue oder mit dem Gameboy spiele. Außerdem bekam ich immer gute Noten in Aufsätzen und Diktaten, was ich auch auf das viele Lesen zurückführte. Warum also sollte sie sauer sein?

"Lesen, ein Buch lesen – für mich ist das das Erforschen eines Universums."-
- Duras, Marguerite


Wenn ich heute darüber nachdenke, sage ich gerne: "Einerseits bin ich durch das viele Lesen jung geblieben. Ich habe das Kind in mir vorm Alter bewahrt. Ich muss ein Buch nur aufschlagen, schon bin nicht mehr 23. Ich krabble als Baby durch's Wohnzimmer, spiele meinen großen Brüdern als 10-Jährige Streiche oder ärgere mich als 17-Jährige über fehlenden Busen und unreine Haut.
Andererseits bin ich durch das Lesen so unendlich viel schneller gealtert. Ich habe Leben gelebt, die nicht meine waren. Ich litt nicht mit den Figuren, ich war die Figur. Und jetzt fühle ich mich manchmal einfach nur alt."


Lesereise Stephenie Meyer
"Wenn es mir schlecht geht, gehe ich nicht in die Apotheke, sondern zu meinem Buchhändler."
- Philippe Dijan

Je älter ich wurde und je mehr Probleme auf mich einstürzten, um so mehr vergrub ich mich in meinen Fantasiewelten. Ich durchlebte Höhen und Tiefen, weinte bittere Tränen, lachte aus vollem Herzen, verliebte mich (mehr als einmal) und hasste und kämpfte bis zum bitteren Ende. Die Probleme aus der wirklichen Welt aber konnten mir zwischen den geheimnisvoll knisternden Seiten nichts mehr antun. Sie verblassten hinter mannigfachen Kapiteln. Ich war sicher. Ich fühlte mich geborgen.  Meine Bücher waren immer für mich da. Für jedes Gefühl, das passende Buch. Wie eine süße Medizin, die mir Wunder um Wunder versprach. Sie enttäuschte mich nur selten.


"Ein Raum ohne Bücher, ist wie ein Körper ohne Seele."
- Rose Macaulay


Es bricht mir jedes Mal das Herz, wenn ich mein Bücherregal ansehe und feststelle, dass ich manche meiner Freunde schon jahrelang nicht mehr in der Hand hatte. Manchmal nehme ich mir ein Buch und rieche daran. Ich erinnere mich an die Jahreszeit, die Musik, das Essen, das mich  beim Lesen begleitete. Ich weiß noch heute, dass ich (aus welchem Grund auch immer) Lieder von Dschungelbuch  hörte, als ich Tintenherz las. Und "Shut your eyes" von Snow Patrol  spielte im Hintergrund zu Tintenblut. Wenn ich mit der Ausbildung fertig bin, schaffe ich es hoffentlich wieder regelmäßig zu lesen. Alte Freunde wollen wieder besucht werden und neue Freunde warten schon darauf, dass wir uns kennen lernen.




"Was die Jugend braucht, ist Disziplin und ein voller Bücherschrank." -

Westwood, Vivienne


Growing with books, people! Lesen bildet. Und es macht Spaß!

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